Am Tag danach,

habe ich Sorge darum, dass der Einzug der Rechtspopulisten und Anti-Europäer, den Jägern und Volk-zurück-holern in den Bundestag, mit ihren ständigen faschistoiden Äußerungen den Hof bereiten, für rechte Gewalt.

Bilder werden wach: Mölln, Solingen, Rostock-Lichtenhagen und dann die unzähligen Anschläge auf die Unterkünfte für die geflüchteten Menschen der letzten Jahre, die Angriffe auf Flüchtlingshelfer*. Kommen die Hass-Tiraden nun direkt aus den Bundestagsmikrofonen, werden sie hemmungslos, diejenigen, die auch gewalttätig werden, wenn sie sich ermutigt fühlen.

Jetzt muss die Demokratie Zähne zeigen und sich den Menschen zuwenden! Das muss kein Widerspruch sein...

Tiefer liegend fragend, woher dieser Hass kommt, sollten wir auf unsere Biografien zurückblicken! Wie sind wir groß geworden, in welcher Kultur des Umgangs sind wir als Kinder aufgewachsen und wie werden unsere Kinder heute erzogen? Wie viel Fremdbestimmung, wie viel Freiheit zur Selbstverwirklichung gestatten wir unseren Kindern, im Elternhaus, in der Schule, im Kindergarten, später dann im Studium, in der Ausbildung, im Betrieb?

Menschen, denen als Kinder ihre Autonomie, ihr eigenes Ich geraubt wurden, müssen in den anderen das bekämpfen, was ihre Eltern und Lehrer* bei ihnen selbst abgetötet haben. Darin sind sich Psychiater* und Psychologen* aller Generationen nach Sigmund Freud einig.

Traditionen der Erziehung und der heutige Kapitalismus erfordern eine hohe Anpassung an Verhältnisse. Alles ordnet sich dem Wachstum unter, wie nahezu 20 % aller Kinder in Deutschland sich den Eltern und viel mehr noch den Lehrern unterzuordnen haben. Das Subsystem Familie und auch die Schule im Getriebe der gesellschaftlichen Normative. Alles ohne Hinterfragung, doch zunehmend durch Umweltzerstörung und Endlichkeit von Ressourcen sich selbst in Frage stellend.

Kinder, die zur Unterordnung erzogen werden haben eigentlich keine Chance sich zu widersetzen weil sie wie jeder von uns die Liebe und Zuwendung ihrer Eltern benötigen. Ohne Zuwendung und Liebe in der Kindheit zerstören wir die Psyche.

Dieser inhaltliche Link erklärt warum es im Osten Deutschlands so viel Zuspruch für die Autoritären, für die Macher* der AfD-Partei gibt. Weil wir (ich auch) in einer autoritären Gesellschaft der DDR aufgewachsen sind. Das Erziehungssystem hier war wesentlich stärker auf Anpassung des einzelnen Menschen aus als in der ehemaligen Bundesrepublik.

Wer führt und widerspruchslose Folgsamkeit fordert erinnert möglicherweise an diese „Eltern“. Viele folgen ihnen, blindlings in der tiefen Sehnsucht nach bedingungsloser L I E B E, auf Zuwendung und Anerkennung.

Deshalb sollten wir ihnen (solange es geht) mit LIEBE und ZUWENDUNG begegnen und nicht mit Ablehnung und Ausgrenzung.

Dem Frieden verpflichtet versuche ich mich so:

Ich verurteile die jetzige Führungsriege der AfD, weil sie andere beherrschen wollen. Wer ihnen als Mitläufer folgt weil er Anerkennung sucht, bekommt von mir menschliche Zuwendung und Kritik.

Jörg

Der Tag danach …

Schwermut liegt in den Gesichtern, ich fühle mich beobachtet. Noch immer hallen Gaulands Wörter in meinem Kopf „wir werden sie jagen“. Es erinnert mich an meinen Geschichtsunterricht. An eine ferne, befremdende Zeit. Ich fühle mich nicht wohl, ich schaue mich um und merke, dass die Leute um mich herum mich vereinzelt angucken. Normalerweise würde ich sie anlächeln. Doch ich kann es nicht. Wie viele von Ihnen haben die AFD gewählt? Wie viele von Ihnen wollen Leute, wie mich nicht?  Ich hatte es erwartet und trotzdem hat es mich überrascht. Mein Magen hat sich verkrampft und ein kalter Schauer lief mir über den Nacken, gestern als ich die ersten Prognosen gelesen hatte. Es kann  nicht sein.. Erdogan, Putin, Trump, Kim Jung Un und jetzt auch noch Nazideutschland ? Das ist zu viel. Zu viel Hass, Unterdrückung und  fehlende Solidarität. In so einer Welt will und kann nicht nicht leben. Es fällt mir schwer an was anderes zu denken. Den ganzen Tag habe ich dieses schleppende, schwere Gefühl in meiner Brust. Das gleiche Gefühl beim Aufwachen und beim Einschlafen. Ich bin angespannt und beunruhigt über dass was uns die Zukunft bringt. Die Zeit des Schweigens muss aufhören. Wir stehen an einem politischen Wendepunkt, der unglaubliche Gefahren schürt. Wir müssen uns wehren gegen die patriotische Hetzjagd der AFD. Es ist Zeit für einen Aufschrei der von Liebe und Solidarität dominiert wir. Wir müssen uns solidarisieren und vernetzen. Echte Alternativen bilden. Und uns der AFD immer und überall in den Weg stellen.

Für die Freiheit für das Leben !! Nazis auf die Fresse geben !!

H., 18 Jahre, Gründungsmitglied, Beraterin des Vorstandes und Aufsichtsrates

Nach der Wahl...
Ich bin 1951 geboren. Als ich 16 war, war ich in den Sommerferien in Frankreich, in einem französisch-deutschen Feriencamp.
Adenauer und De Gaulle wollten, dass der Hass begraben wurde durch ein Zusammenleben der jungen Generation nach dem Krieg, nach der NAZI -Herrschaft.
Ich, die ich nach 1945 geboren bin, habe erlebt, dass ein alter Franzose vor mir  ausgespuckt hat, weil ich deutsch war.
Erschreckt, erschüttert und traurig stand ich da.
Aber ich  konnte den Mann verstehen.
Die Nazis hatten nur Leid, Tod, Brand ausgelöst. Da kann man nur Ausspeien!
Und nun die AfD!
Deren Worte und Ziele: ZUM AUSSPEIEN!


 

Bärbel Samen,
Mitglied der eG, Rentnerin

1. Generalversamlung am 1. Juli 2017


Am 17.09.2016, 14:45 Uhr war es geschafft: Im Beisein von 50 Gästen gründeten 31 anwesende Jugendliche, Mitbürger, Firmen und Institutionen feierlich die KARUNA Sozialgenossenschaft mit Familiensinn eG. 

Ein von uns viel diskutiertes Vorhaben, ein lang ersehnter Traum ist nun Realität geworden. Die KARUNA Sozialgenossenschaft mit Familiensinn ist eine der ersten Jugendgenossenschaften in Deutschland mit Inklusionscharakter. Gewählt haben die Gründer, darunter die Auszubildende Michaela Metz aus Brandenburg, die Sozialpädagogin Britta Rusche aus Schleswig-Holstein, der Oberstaatsanwalt a.D. und Schauspieler Dietrich Kuhlbroth aus Berlin, der Songpoet Christian Haase aus Leipzig, die GLS Treuhand e.V. aus Bochum, die Künstlerin Babette Brühl aus München, der Pädagoge Burkhard Czarnitzki aus Hamburg, der Reiseunternehmer Oliver Behrendt aus Berlin, der Fotograf Lutz Müller-Bohlen aus Berlin, die Jugendliche und Mitarbeiterin im Bundesfreiwilligendienst Oxana Schreine aus Hamburg, die Schulreformerin Margret Rasfeld aus Berlin, die HIT Stiftung des Familienunternehmens Dohle aus Siegburg, die Beratergesellschaft Schwarz-Szmania aus Berlin u.v.m.

 

Für den Aufsichtsratsvorsitz wurden gewählt: Felix Dresewski aus Köln, Susanna Krüger aus Berlin und Michael Albert Seberich aus Brandenburg

 

Als BeraterInnen des Aufsichtsrates und des Vorstandes wurden bestellt: die Jugendlichen Hanna Adler, 17 Jahre, und Laura Berger, 18 Jahre. 

 

Für den Vorstand wurden gewählt: Annegret Spelleken aus Frankfurt am Main und Jörg Richert aus Berlin

 

Was schon seit Jahren geübt wurde, darf nun täglich gelebt werden, in einer Sozialgenossenschaft mit Familiensinn, auf Augenhöhe mit Jugendlichen, die bisher am Rand der Gesellschaft lebten, in einer Wahlfamilie  - und das gern auch ein Leben lang! 

 

Werden Sie Teil unserer Familie, machen Sie mit! www.karuna-sozialgenossenschaft.de

 

Impressionen von der Gründerveranstaltung am Samstag, dem 17.9.2016



Die GOLDKINDER und der MOKLI-Laster

Do. 4. Mai 2017 - Von Babette Brühl

Heute, am 3. Mai, ein paar Tage nach meiner Vernissage zur Ausstellung GOLDKINDER, habe ich ein wenig Abstand zu der so emotionalen Veranstaltung im FLO**. Mit diesem Abstand kann ich Euch nun berichten, wie schön es war und warum. 

Ganzen Text lesen...


Delegation der KARUNA-Sozialgenossenschaft besucht Partnerorganisation t.info in Vietnam zur Vorbereitung eines Jugend- und Genossenschaftsaustauschs

 

Jörg Richert berichtet

 

08.03.2017 / 20:46 Uhr

Die Delegation der KARUNA Sozialgenossenschaft macht sich auf den Weg nach Cao Lanh, Südvietnam, zur Partnerorganisation t.info der Kooperation t.info Vietnam & Karuna Deutschland - Gemeinsam für Menschen. Wir verhandeln dort einen Jugend- und Fachkräfteaustausch, Praktika und vieles mehr.

 

Auf dem Weg nach Saigon sind Lukas, Hanna, Jörg und Cira. Leider durfte Cira nicht in den Flieger einsteigen. Sie hatte ein Problem mit ihrem Reisepass und soll nun einen Tag später nachkommen. Wir drücken die Daumen, dass sie morgen in der vietnamesischen Botschaft in Berlin ein Visum zur Ausreise erhält. Hoffentlich klappt das! Wir drücken Cira die Daumen!

 

09.03.2017 ca. 18:20 Uhr

 

Nach 18 Stunden heil, erschöpft und aufgedreht. Wehmütig erhoffen wir so sehr, dass Cira nachreisen kann! Ihr Pass war nicht mehr lange genug gültig. Nun soll ein Visum helfen. Wir hoffen so sehr!


Hilfseinsatz in Griechenland

 

Erster Tag des 8-tägigen Hilfseinsatzes von Mitgliedern der Jugendorganisation MOMO The Voice of Disconnected Youth und KARUNA Mitarbeitern in einem Flüchtlingslager nahe Thessaloniki, in der griechischen Ortschaft Karamanlis. Hier leben 600 Flüchtlinge unter miserablen Bedingungen. "Die Mitgliederstaaten der Europäischen Union sollten sich schämen, tausende Menschen auf der Flucht vor Terror und Krieg so menschenverachtend zu behandeln."

 

Von den 12 Helfer*innen vor Ort sind 6 Mitglied der KARUNA Sozialgenossenschaft.

Impressionen der Tage in Karamanlis und Frakapor, im Einsatz für Geflüchtete Kurden und Syrer. Alle arbeiteten bis zur Erschöpfung. Dafür bekamen wir so viel Liebe und Dankbarkeit geschenkt, dass uns ständig die Tränen in den Augen standen.

Hier der zusammenfassende Bericht zum Hilfseinsatz in Griechenland
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Stadt der offenen Türen

Dieser Film entstand Im Rahmen der Ausstellung "DEMO:POLIS - Das Recht auf Öffentlichen Raum. Die Modelle bauten und animierten Christian, Eva-Maria, Flo, Kiara, Laura, Lukas, Michi, Sophia, Tim, Vanessa / Werkstattbetreuung: Michel Birn & Nataša von Kopp / Montage: Nataša von Kopp

KUNSTWELTEN 2016 / Akademie der Künste  KARUNA Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not International e. V.

Zu Gast bei Freunden - Jugendliche aus terre des hommes-Projekten in Afrika und Asien besuchten KARUNA Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not e. V.

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